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Tuesday, 19. January 2010

Wie sicher sind digitale soziale Netzwerke?

Wer kennt sie nicht die digitalen Beziehungen mit Freunden und die Möglichkeit zum Austausch von Online-Nachrichten. Diese Bestandteile sind Teil eines jeden digitalen sozialen Netzwerks wie z.B. Xing oder StudiVZ. Dem besseren Verständnis dieser Netzwerke und der aktuellen Forschung in diesem Bereich widmen sich vom 25. bis 29. Januar 2010 Informatiker, Soziologen und Medienwissenschaftler auf einer internationalen Tagung auf Schloss Dagstuhl – dem Leibniz-Zentrum für Informatik im nördlichen Saarland.

 

Das Internet wurde vor ca.40 Jahren vornehmlich zur Vernetzung von Universitäten und Forschungseinrichtungen entwickelt. Erst 20 Jahre später sollte es auch für kommerzielle Zwecke nutzbar sein, womit es dann auch über Universitäten hinaus für die Öffentlichkeit interessant wurde. Nun begann der Siegeszug der elektronischen Mail, der ursprünglich nicht geplant war. Vielmehr wurde das Internet durch das Verhalten seiner Benutzer erobert.

 

Doch die Menschen möchten nicht nur Nachrichten austauschen sondern darüber hinaus Webinhalte selbst aktiv gestalten. Denn in der Natur des Menschen liegt sein Mitteilungsbedürfnis. Dies war auch die treibende Kraft zur Entwicklung der ersten Web 2.0-Portale wie Wikipedia, YouTube, Flickr und Facebook. Die neuen Anforderungen und Techniken verändern das Internet kontinuierlich und ziehen immer mehr neue Benutzerkreise an. Das rasante Wachstum sowie Unzulänglichkeiten für immer anspruchsvollere Anwendungen bringen es jedoch möglicherweise in Zukunft an seine Grenzen.

 

Digitale Medien und Portale erfreuen sich mittlerweile eines enormen Zuwachses. Die Portale bieten nicht nur eine gute Möglichkeit, sich und seinen Alltag darzustellen sowie das Geschehen in der Welt zu kommentieren, sondern auch sich mit anderen Menschen zu vernetzen. Somit gibt es jedem die Gelegenheit, solche Verbindungen zu sehen – und die zeigen viel von uns. Selbst der CIA will Erkenntnisse aus sozialen Netzwerken gewinnen, denn mit der steigenden Verbreitung verstärkt sich unweigerlich auch das Interesse an den dort abgelegten Informationen.

 

Digitale soziale Medien sind ein ernst zu nehmendes Kommunikationsmittel geworden. Sie unterstützen zwischenmenschliche Kommunikation unabhängig von zeitlichen und räumlichen Einschränkungen. Der Datenschutz spielt hierbei leider keine große Rolle mehr.

 

Auf der internationalen Tagung auf Schloss Dagstuhl kommen Informatiker mit Soziologen und Meinungsforschern zusammen, um verschiedene Aspekte im Bereich digitaler sozialer Netzwerke zu diskutieren und neue Lösungsansätze zu finden. Die Organisation des Dagstuhl-Perspektiven-Workshops haben übernommen:

  • François Bry von der LMU München
  • Clemens Cap von der Universität in Rostock,
  • Ingo Dahm, Leiter der deutschen Microsoft-Arbeitsgruppe „Academic Relations“,
  • Julia Maintz, Programm-Managerin der IT-Akademie bei Microsoft Deutschland, und
  • Sebastian Schaffert von der Salzburg Research Forschungsgesellschaft in Österreich.

 

Mehr Informationen zum Dagstuhl-Perspektiven-Workshop „Digital Social Networks“ mit Teilnehmerliste sind zu finden unter http://www.dagstuhl.de/10041.