Monday, 22. June 2015

25 Jahre Spitzenforschung auf Schloss Dagstuhl

Schloss Dagstuhl – Leibniz-Zentrum für Informatik im nördlichen Saarland begeht seinen 25. Geburtstag. Nach vielen Jahren intensiver Arbeit kann das Zentrum auf internationale Anerkennung verweisen. Aus diesem Anlass veranstaltet es am 3. Juli 2015 ab 16 Uhr ein wissenschaftliches Festkolloquium.

 

Seit 25 Jahren ist Informatikern weltweit Schloss Dagstuhl ein Begriff. So lange schon treffen sich dort führende Köpfe aus der Informatik zu einwöchigen Seminaren, um über neueste Forschungsideen, -probleme und Lösungen im kollegialen Rahmen und abseits der alltäglichen Ablenkungen zu diskutieren. Dafür ist kein Weg zu weit! Mehr als 3.500 Forscher aus Europa, Amerika, Australien und Asien besuchen jährlich Schloss Dagstuhl, darunter auch viele Turing-Preisträger – die Besten der Besten in der Informatik.

 

Die zunehmend spezialisierte und in viele Teilgebiete gegliederte Informatik profitiert von dem bereichsübergreifenden Austausch in der weltweit einmaligen Institution. Das Informatikzentrum Schloss Dagstuhl war im Laufe der letzten 25 Jahre Geburtsstätte vieler wissenschaftlicher Themen, die heute Allgemeingut sind. Auch Nachwuchswissenschaftler profitieren von der Teilnahme an Seminaren, die in dem Informatikzentrum durchgeführt werden. Oftmals werden in Schloss Dagstuhl die Weichen für ihren Karrieresprung gestellt.

 

Schloss Dagstuhl engagiert sich zudem erfolgreich im Open-Access-Veröffentlichungswesen für die weltweite Informatik-Forschungsgemeinde und unterstützt die Wissenschaftler durch die Open-Data-Bibliographiedatenbank dblp.

 

In Anerkennung seiner institutionellen Bedeutung wurde Schloss Dagstuhl 2005 in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen. Seitdem wird das Zentrum durch Bund und Länder gemeinsam gefördert. In einer Evaluierung durch die Leibniz-Gemeinschaft im Jahre 2009 wurde Schloss Dagstuhl erneut außerordentlicher Erfolg bescheinigt.

 

Am 3. Juli 2015 wird das internationale Festkolloquium anlässlich seines 25-jährigen Bestehens um 16 Uhr von dem wissenschaftlichen Direktor Professor Raimund Seidel eröffnet. Im Anschluss gibt es Fachvorträge zu aktuellen Forschungsthemen aus der Informatik:

 

Prof. Dr. Shriram Krishnamurthi, Brown University:

Programming and Verifying Your House

 

Prof. Dr. Thomas Lengauer, Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken:

The Rise of Computational Biology

 

Prof. Dr. Wolfgang Thomas, RWTH Aachen:

Endliche Automaten und das Unendliche – und Dagstuhl als Katalysator

 

Grußworte sprechen Prof. Dr. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft – Berlin, Jürgen Lennartz, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Saarlandes – Saarbrücken, und Prof. Dr. Thomas Deufel, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur – Mainz.

 

Als Gäste des Kolloquiums werden zahlreiche Vertreter von Dagstuhl nahestehenden Institutionen und Behörden erwartet. Journalisten sind ebenfalls zu unserem Festkolloquium eingeladen. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte:

 

Dr. Roswitha Bardohl

Email: Roswitha.Bardohl(at)dagstuhl.de

Tel.: (0681) 302-3847

 

Hinweis für Hörfunk-Journalisten:

Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit den Wissenschaftlern führen. Technische Angaben: MPEG Layer 2,48 KHz, 64 KBit/s, mono (CDQ-1000-Modus). Für Interviews, Reportagen und Filmaufnahmen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Roswitha Bardohl.

 

Hintergrund:

Schloss Dagstuhl lädt das ganze Jahr über Wissenschaftler aus aller Welt ins nördliche Saarland ein, um über neueste Forschungsergebnisse in der Informatik zu diskutieren. Mehr als 3.500 Informatiker von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und aus der Industrie nehmen jährlich an den wissenschaftlichen Veranstaltungen in Dagstuhl teil. Seit 2005 gehört Schloss Dagstuhl zur Leibniz-Gemeinschaft, in der zur Zeit 89 außeruniversitäre Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen in Deutschland vertreten sind. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam.

 

Bei Veröffentlichung Beleg erbeten. Vielen Dank!