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Tuesday, 24. May 2005

Wenn Computerbilder Unsichtbares sichtbar machen

Informatiker diskutieren in Schloss Dagstuhl über Computerbilder und Simulationen in Medizin und Industrie (5. - 10. Juni 2005)

 

Computerbilder können heute sichtbar machen, was wir sonst nicht
sehen würden, zum Beispiel die Druckwellen eines Erdbebens oder die Moleküle im menschlichen Körper. Außerdem werden Computerbilder verstärkt unter anderem in der Industrie und Medizin eingesetzt, um durch Simulationen der Wirklichkeit möglichst nahe zu kommen. Welche Methoden noch entwickelt werden müssen, um auch komplexe Vorgänge mit riesigen Datenmengen zu verarbeiten, diskutieren international führende Forscher auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Visualisierung. Sie tagen vom 5. bis 10. Juni im Internationalen Begegnungs- und Forschungszentrum für Informatik (IBFI), Schloss Dagstuhl im nördlichen Saarland.

 

Vielfältige Visualisierungstechniken helfen heute Wissenschaftlern, Ingenieuren und Ärzten, wenn sie große Datenmengen verarbeiten und hochauflösende Bilder erzeugen wollen. Im Flugzeugbau und der Autoindustrie können die Produkte dadurch schon vor der Herstellung genau unter die Lupe genommen. Die Simulationen tragen dazu bei, die Qualität in der industriellen Produktion zu sichern. Aber auch bei Internetgeschäften und im Finanzwesen spielt die bildhafte Darstellung von Daten eine immer wichtigere Rolle. Ein Problem ist jedoch, dass die Datenflut immer größer, vielfältiger und unstrukturierter wird. Zugleich hat man den Anspruch, die Ergebnisse möglichst schnell am Bildschirm zu sehen. Die Wissenschaftler entwickeln daher mathematische Modelle und neue Techniken, die in verschiedenen Forschungsgebieten die Visualisierung verbessern sollen. An dem Seminar auf Schloss Dagstuhl nehmen international führende Vertreter der wissenschaftlichen Visualisierung aus der Grundlagenforschung und Praxis teil, darunter Prof. Dr. Hans Hagen vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern sowie die Professoren Chuck Hanson und Gregory M. Nielson von der University of Utah (USA). Die Mehrheit der Seminarteilnehmer reisen aus den USA und den europäischen Ländern ins nördliche Saarland, einige auch aus Japan und Russland. Mehr dazu unter: http://www.dagstuhl.de/05231/