Wednesday, 22. January 2014

Datenbank dblp „knackt“ die 2,5-Millionen-Marke

Die weltweit größte frei zugängliche Bibliographie-Datenbank der Informatik "dblp" hat bereits am Mittwoch, den 15. Januar 2014, ihre 2.500.000-te Fachpublikation aufgenommen. Somit verstetigt die Datenbank ihre Rolle als ein Exportschlager aus Deutschland, welcher unter internationalen Informatikforschern in aller Munde ist.
 

Die Datenbank dblp hat sich in den vergangenen Jahren zu einem mächtigen Werkzeug entwickelt, das Informatikforscher weltweit zur Suche nach Grundlagen, Ideen und Experten nutzen. Dabei legt das dblp-Team großen Wert auf die Verlässlichkeit und die Qualität der Einträge. Über seine Webseite http://dblp.org/db/ erlaubt dblp einen einzigartigen Einblick in die komplexen Zusammenhänge der internationalen Informatikforschung. Täglich erfolgen mehr als eine Million Zugriffe aus aller Welt auf die Sammlung; jedes Jahr wächst die Datenbank um mehr als 300.000 Einträge.

Dr. Michael Ley (Universität Trier) reagierte bereits 1993 mit der Gründung von dblp auf die spezielle Publikationskultur in der Informatik, in der die oft schwer zu recherchierenden Konferenzbeiträge ein höheres Gewicht als Veröffentlichungen in Fachjournalen haben. Um die thematische Breite der dblp-Datenbank zu vergrößern und um das Angebot langfristig zu verstetigen, kooperiert die Universität Trier seit 2011 mit dem Leibniz-Zentrum für Informatik – Schloss Dagstuhl, das insgesamt drei Wissenschaftler stellt. Diese Kooperation wurde im Januar um weitere drei Jahre verlängert. Bereits seit der Gründung sah dblp sich dabei dem Ideal der "offenen Daten" verpflichtet, indem die Datenbank zum allgemeinen Nutzen der internationalen Forschung frei zur Verfügung steht. Dabei genießt dblp ein hohes Ansehen und wurde mit mehreren Preisen wie dem "ACM SIGMOD Contributions Award" ausgezeichnet.

 

Kontakt:
Dr. Michael Wagner
Telefon: 0651/201-2095
E-Mail: michael.wagner@dagstuhl.de

 

Die Campusuniversität Trier, im Herzen Europas gelegen, ist eine leistungsstarke, forschungsaktive und mit vielen Partnern international vernetzte Hochschule. In den sechs Fachbereichen sind etwa 15.000 Studierende eingeschrieben. Charakteristisch für die Universität Trier ist ihr ausgeprägtes geistes- und gesellschaftswissenschaftliches Profil. Forschung und Lehre sind interdisziplinär ausgerichtet. Als Mitglied der Universität der Großregion bietet sie Studierenden und Forschenden die Möglichkeit, zugleich in Metz, Nancy, Luxemburg, Lüttich und Saarbrücken zu studieren und zu forschen.

Schloss Dagstuhl lädt das ganze Jahr über Wissenschaftler aus aller Welt ins nördliche Saarland ein, um über neueste Forschungsergebnisse in der Informatik zu diskutieren. Mehr als 3.500 Informatiker von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und aus der Industrie nehmen jährlich an den wissenschaftlichen Veranstaltungen in Dagstuhl teil. Seit 2005 gehört Schloss Dagstuhl zur Leibniz-Gemeinschaft, in der zurzeit 89 außeruniversitäre Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen in Deutschland vertreten sind. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam.

  

Bei Veröffentlichung Beleg erbeten. Vielen Dank!

 

pdf der Pressemitteilung

 

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