Geschichte

Graf Johann Anton von Öttingen-Sötern (1720-1778)

Die Geschichte von Schloss Dagstuhl beginnt im Jahre 1760, als sich der damals regierende Graf Anton von Öttingen-Soetern-Hohenbaldern am Fuße der alten Dagstuhler Burg, einen fürstlichen Familiensitz erbauen lässt.

Ein halbes Jahrhundert später, nachdem die Revolutionstruppen die gräfliche Familie vertrieben hatten, und der französische Staat die Ländereien an eine Eisenhütte in Lothringen verpachtet hatte, erwirbt der Baron Wilhelm de Lasalle von Louisenthal das Schloss, welches innerhalb kurzer Zeit zum gesellschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt der Region wird. 1811 wird Octavie de Lasalle von Louisenthal geboren, die später als die »Malergräfin« Berühmtheit erlangt. Heute noch kann man in der Schlosskapelle ihre gut erhaltenen Wand- und Altargemälde und den Bilderzyklus eines Kreuzweges bewundern.

1959 verlässt der letzte Vertreter der Familie Lasalle von Louisenthal das Schloss. Franziskusschwestern übernehmen 1957 das Anwesen und bauen es zu einem Altenheim um.


Octavie de Lasalle von Louisenthal (1811-1890)

Familie de Lasalle von Louisenthal (1895)

1989 erwirbt die Regierung des Saarlandes das Schloss und richtet darin in Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz, das »Internationale Begegnungs- und Forschungszentrum für Informatik« ein. Das erste Seminar findet im August 1990 statt und setzt die Weichen für das rapide Anwachsen des nationalen und internationalen Ansehens der Stätte. Ein zusätzlicher moderner Anbau - in seiner Architektur harmonisch in das Landschaftsbild einbettet - entsteht.

Das Haus mit seinen Nebenräumen und der Gartenterrasse ist nur den eingeladenen Seminargästen zugänglich.

Die Kapelle, die wie der Mittelteil des alten Schlosses aus dem Jahr 1760 stammt, wird von der katholischen Kirchengemeinde Wadern genutzt. An Sonntagen ist sie nachmittags zur Besichtigung geöffnet. Von einem sachkundigen Führer werden die Wandmalereien und der in einem Nebenraum ausgestellte Kreuzwegzyklus der Malergräfin Octavie de Lasalle von Louisenthal gezeigt.

Der gegenüber dem Schloss liegende Barockgarten wurde 2001 im Rahmen des Projektes »Gärten ohne Grenzen« neu angelegt.

Weiterführende Informationen

Schloss Dagstuhl: Ein historischer Rundgang

Text: Alexander Weinen, Layout: Uwe Loebens

copyright: Schloss Dagstuhl 2007

 

Download Geschichtsbroschüre

pdf, 24 Seiten, 3100k

Dagstuhler Geschichtsbilder

Verein für Heimatkunde Wadern e.V., 1990. Dagstuhl Gäste finden das Buch zusammen  mit weiteren Publikationen im Wappensaal.

Kapelle

Öffnungszeiten der Schlosskapelle:

  • täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr
  • 1. Sonntag im Monat: Kurzführungen in der Schlosskapelle mit Öffnung der Kreuzwegstationen von 15.00 bis 17.00 Uhr
  • Gruppenführungen Schlosskapelle und Kreuzweg auf Anfrage
  • Weitere Infos und Anfragen: